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#33: Handlungsmotivation stärken: Mit Engagement zur Vision
Als Führungskraft stehen Sie heute vor der spannenden Aufgabe, den Markt erfolgreich zu bedienen, Ihr Team langfristig zu motivieren und auch sich selbst dabei immer wieder neu zu inspirieren. Doch wie behalten Sie in einem sich ständig verändernden Umfeld Ihre Tatkraft und stärken gleichzeitig die Handlungsmotivation und das Engagement Ihres Teams?
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre FührungsKRAFT gezielt entfalten – durch ein Growth Mindset, eine Kultur, die Fehler als Chancen begreift, und eine kraftvolle Vision, die Engagement und Handlungsmotivation freisetzt. Nutzen Sie die praxiserprobten Impulse, um Ihr Team zu Höchstleistungen zu führen und selbst engagiert und motiviert zu bleiben.
Los geht’s!
1. Handlungsmotivation stärken - die Schlüsselelemente im Überblick
Eine klare Vorstellung von den entscheidenden Faktoren hilft, die Handlungsmotivation und das Engagement gezielt im Team stärken. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Schlüsselaspekte dazu beitragen, dass Sie und Ihre MitarbeiterInnen voller Tatendrang bleiben.
a. Growth Mindset:
Wenn Ihre Mitarbeiterinnen überzeugt sind, dass sie ihre Fähigkeiten und ihr Wissen durch kontinuierliches Lernen stetig verbessern können, werden sie Herausforderungen mit Offenheit begegnen und Rückschläge als wertvolle Lernchancen sehen. Mit dieser Haltung schaffen Sie eine Kultur des Fortschritts und der Entwicklung – ein Umfeld, in dem sich jeder motiviert fühlt, kontinuierlich zu wachsen, das Beste aus sich herauszuholen und seine Handlungsmotivation aus innerem Antrieb heraus stärkt.
Beispiel: Ihre Produktionslinie steht kurz vor der Umstellung auf digitale Prozesssteuerung, und einige Ihrer MitarbeiterInnen sind unsicher im Umgang mit der neuen Software. Doch anstatt diese Unsicherheit zum Hindernis werden zu lassen, bieten Sie regelmäßige Schulungen an und schaffen eine offene Atmosphäre, in der Fragen nicht nur erlaubt, sondern willkommen sind.
b. Fehlerfreundliche Kultur:
Fördern Sie eine Kultur, in der Fehler als Teil des Lernprozesses anerkannt werden. MitarbeiterInnen fühlen sich so sicherer, Risiken einzugehen, Verantwortung zu übernehmen und innovative Lösungen zu finden. Fehlerfreundlichkeit erhöht nicht nur die Lernbereitschaft, sondern stärkt auch das Engagement, neue Wege mutig zu erproben. Der Fokus liegt auf Wachstum, nicht auf Perfektion – so steigt die Motivation, jeden Tag über sich hinauszuwachsen.
Beispiel: Bei der Implementierung eines neuen Produktionsverfahrens treten Anfangsfehler auf. Anstatt diese zu sanktionieren, analysiert das Team gemeinsam die Ursachen und verbessert den Prozess. Dies stärkt das Vertrauen, sich weiter auszuprobieren, ohne Angst vor Fehlern zu haben.
c. Klare Vision:
Kommunizieren Sie eine klare, inspirierende Vision, die Orientierung und Sinn stiftet. Ihre MitarbeiterInnen werden genau verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist und welchen Beitrag sie zum großen Ganzen leisten. Diese Verbundenheit mit der Unternehmensvision schafft nicht nur Handlungsmotivation, sondern steigert auch das Engagement.
Beispiel: Ihre Vision, bis 2036 die nachhaltigste Produktion der Branche zu erreichen, inspiriert Ihr Team sofort. MitarbeiterInnen beginnen von selbst, ihre Arbeitsabläufe zu hinterfragen und nachhaltiger zu gestalten. Ein Team aus der Produktionsabteilung entwickelt beispielsweise eigeninitiativ eine Strategie zur Reduktion von Abfällen und Energieverbrauch.
d. Persönliche Kompetenzen und Stärken: Setzen Sie Ihre MitarbeiterInnen gezielt dort ein, wo sie ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten entfalten können. Wenn Menschen spüren, dass sie ihre Talente einsetzen und weiterentwickeln dürfen, steigt ihre Motivation von innen heraus. Sie arbeiten nicht nur effizienter, sondern bringen auch mehr Begeisterung und Eigeninitiative mit. Fördern Sie dieses Potenzial, und Sie erleben ein Team, das mit Leidenschaft und Selbstvertrauen handelt.
Bespiel: Eine Mitarbeiterin, die besonderes Geschick in der Wartung von Maschinen zeigt, wird gezielt in diesem Bereich gefördert. Sie übernimmt nach und nach mehr Verantwortung und kann ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Dies führt zu höherer Arbeitszufriedenheit und besseren Ergebnissen in der Produktion.
Ergänzender Gedanke:
Organisieren Sie regelmäßige Kreativmeetings, in denen Ihre Mitarbeiterinnen frei und ohne Einschränkungen visionäre Ideen für die Zukunft entwickeln. Hier zählt nicht die Machbarkeit, sondern das Denken in großen, innovativen Bahnen. Diese Sessions fördern mutiges Denken und kreative Lösungsansätze, die das Team motivieren, sich aktiv einzubringen.
Selbst zurückhaltende MitarbeiterInnen erleben einen Motivationsschub, weil ihre Ideen ernst genommen werden. Diese Freiheit schafft Raum für Innovationen, die langfristig das Potenzial des Unternehmens entfalten und eine zukunftsorientierte Kultur stärken.
Nachdem Sie nun die wichtigsten Schlüsselelemente für die Stärkung der Handlungsmotivation kennen, lassen Sie uns einen Schritt weiter gehen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie durch 3 praxiserprobte Impulse, wie Sie Engagement und Tatkraft in Ihrem Arbeitsalltag steigern können.
2. Praxiserprobte Impulse zur sofortigen Anwendung
Impuls 1: Positiver Realismus
Methode: Träume und Visionen sind der Antrieb jeder Veränderung – sie geben Orientierung, stiften Sinn und inspirieren das Team. Doch um Träume in die Tat umzusetzen, braucht es mehr als reine Vorstellungskraft: Ein klares Bewusstsein für die Herausforderungen auf dem Weg dorthin ist unerlässlich. Wenn Sie mögliche Hindernisse frühzeitig in Ihre Planung einbeziehen, mag die Vision zwar an Romantik verlieren, doch dafür gewinnen Sie wertvolle Klarheit. Diese Klarheit weckt nicht nur die Handlungsmotivation, sondern fördert auch das strategische Denken. Denn nur wer aktiv wird und realistische Maßnahmen ergreift, kann Visionen in Ergebnisse verwandeln. Ein erfolgreicher Führungsstil beruht auf der Fähigkeit, Träumereien in machbare Schritte zu übersetzen – das unterscheidet visionäre Führung von bloßer Fantasie. So können Sie vorgehen:
1. Sicherstellen, dass alle die Vision / den Wunschzustand verstehen
Der erste Schritt besteht darin, sicherzustellen, dass die Vision oder der angestrebte Wunschzustand nicht nur klar formuliert ist, sondern dass auch alle MitarbeiterInnen diesen vollständig verstehen, sich damit identifizieren können und ihn gerne erreichen wollen. Es ist entscheidend, dass die Vision nicht abstrakt bleibt, sondern konkret in den Kontext des Unternehmens und der täglichen Arbeit eingebettet wird. Nur wenn alle MitarbeiterInnen wissen, wohin die Reise geht, das Ziel erstrebenswert finden und was sie konkret beitragen können, kann die Vision lebendig werden.
Beispiel: In Ihrem Betrieb lautet die Vision: „Wir wollen bis 2026 führend in der emissionsarmen Produktion unserer Branche sein.“ Um sicherzustellen, dass dies von allen verstanden wird, halten Sie eine Reihe von Workshops und Team-Meetings ab. Hier wird nicht nur die Vision vorgestellt, sondern auch diskutiert, was sie für jeden Bereich und jede Rolle im Unternehmen bedeutet. Es wird explizit aufgezeigt, wie alle gemeinsam zur Umsetzung dieser Vision beitragen können, etwa durch energieeffiziente Arbeitsmethoden oder optimierte Produktionsprozesse.
2. Sammlung von Hindernissen
Nachdem die Vision klar verstanden ist, folgt die Analyse der Hindernisse, die auf dem Weg zur Verwirklichung des Ziels auftreten könnten. Dieser Schritt sollte systematisch und umfassend angegangen werden, indem viele Beteiligte eingebunden werden. Es ist wichtig, potenzielle Barrieren sowohl intern (z. B. fehlende Ressourcen, Wissenslücken) als auch extern (z. B. Marktveränderungen, gesetzliche Anforderungen) zu identifizieren, um eine realistische Planung der Zielerreichung zu ermöglichen.
Beispiel In einem Workshop zur emissionsarmen Produktion erarbeiten Sie gemeinsam mit den Abteilungen eine Liste von Hindernissen. Typische Hindernisse könnten sein: Die vorhandenen Maschinen sind nicht energieeffizient genug, es fehlt an technischen Kenntnissen zur Nutzung neuer Technologien und die Kosten für die Umstellung sind hoch. Auch der Widerstand gegen Veränderungen im Team wird als potenzielles Hindernis erkannt.
3. Hindernisse mit Möglichkeiten verbinden
Wo Hindernisse auftauchen, bieten sich auch Chancen. Verbinden Sie Hindernisse mit Lösungen, um Herausforderungen in Fortschritt und Erfolg zu verwandeln.
Beispiel: Sie erarbeitet mit dem Team eine Möglichkeit, schrittweise in energieeffiziente Technologien zu investieren. Das Unternehmen könnte Fördermittel und Subventionen für nachhaltige Investitionen beantragen, um die finanziellen Hürden zu überwinden.
Auswirkung: Mit einem klaren Verständnis Ihrer Vision und einer vorausschauenden Planung schaffen Sie einen Handlungsrahmen, der Ihr Team spürbar voranbringt. Sie stärken das strategische Denken Ihres Teams und motivieren es, aktiv an der Umsetzung der Ziele mitzuwirken.
Impuls 2: Die Wirkung des „noch“
Methode: Als Führungskraft begegnen Sie oft Herausforderungen, die auf den ersten Blick unüberwindbar erscheinen. Der Satz „Ich kann das nicht“ suggeriert eine endgültige Grenze, die sowohl Sie als auch Ihr Team bremst. Doch wenn Sie diesen Satz um das Wort „noch“ ergänzen – „Ich kann das noch nicht“ – schaffen Sie Raum für Wachstum und Entwicklung. Diese simple Veränderung bringt nicht nur eine neue Perspektive, sondern setzt auch den Fokus auf Lösungsansätze:
- Was brauchen wir, um das zu lernen?
- Welche Ressourcen und Unterstützung stehen uns zur Verfügung?
Das „noch“ verwandelt Begrenzungen in Chancen und bietet Ihrem Team die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen.
Auswirkung: Sie aktivieren durch diese Form der Kommunikation die Gestalterhaltung Ihres Teams. So öffnen Sie Raum für persönliche und teaminterne Entwicklung und schaffen eine positive Lernkultur, in der Wachstum und Fortschritt im Vordergrund stehen.
Impuls 3: Akzeptanz und Aktivität
Methode: Als Führungskräfte stehen Sie häufig vor externen Umständen, die sich nicht sofort ändern lassen. Die Versuchung, in Frustration oder Unmut zu verharren, ist groß. Doch Führung zeigt sich auch in der Fähigkeit, das Unveränderliche zu akzeptieren, ohne die eigene Handlungsfähigkeit zu verlieren. Akzeptanz ist keine Resignation – sie bringt Klarheit, um strategisch zu handeln. Konzentrieren Sie Ihre Energie auf das, was Sie beeinflussen können, und schaffen Sie Orientierung und Sicherheit für Ihr Team. Veränderung beginnt oft mit der Akzeptanz dessen, was ist. Denn nur wer klar erkennt, wo er steht, kann entscheiden, wie der nächste Schritt aussieht.
Wie kommen wir zu einer akzeptierenden Haltung? Hier sind ein paar wesentliche Elemente:
1. Den eigenen Einflussbereich kennen: Fragen Sie sich: „Was kann ich beitragen?“ Wenn Sie keine großen Anhaltspunkte finden, treffen Sie die Entscheidung, die Situation zu akzeptieren, wie sie ist und lenken den Fokus auf Dinge, in denen Sie wirklich wirksam sein können.
2. Emotionen anerkennen: Erlauben Sie sich, Emotionen (wie Wut, Enttäuschung, Frustration) zu fühlen, ohne sie gleich verändern zu wollen.
3. Szenario Planung: Bereiten Sie sich auf Veränderungen vor, indem Sie verschiedene Szenarien durchspielen. So bleiben Sie flexibel und handlungsfähig – egal, was kommt.
4. Achtsamkeit: Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen, wie Meditation, Atemübungen oder achtsames Gehen, lernen Sie gelassen zu bleiben. Sie nehmen Situationen an, wie sie sind, und nicht, wie Sie sie gerne hätten.
Auswirkung: Akzeptanz hilft Ihnen, unkontrollierbare Umstände zu erkennen und Ihre Energie und Ihr Engagement auf das zu richten, was Sie beeinflussen können. Dies steigert Ihre Handlungsmotivation und bietet dem Team Orientierung und emotionale Sicherheit, um strategisch auf Veränderungen zu reagieren.
Sie fragen sich jetzt vielleicht, welche konkreten Auswirkungen diese Impulse haben werden. Im nächsten Abschnitt beleuchten wir die spürbaren Effekte, die Sie in Ihrem Alltag und in der Organisation erwarten können.
3. Wirksamkeitsmerkmale - spürbare Effekte im Alltag
1. Verbesserte Führungskultur: Wenn Sie als Führungskraft Klarheit, Realismus und Akzeptanz vorleben, entsteht ein Umfeld, das auf Vertrauen und Offenheit basiert. Dies ist nicht nur ein Gefühl, sondern zeigt sich auch in konkreten Ergebnissen: Die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, die Fluktuationsrate sinkt. Zudem werden Entscheidungen schneller und effektiver getroffen, da weniger Missverständnisse oder Unsicherheiten bestehen.
2. Höhere Lernbereitschaft: Indem Sie das Prinzip des „noch“ einführen, vermitteln Sie Ihrem Team, dass es Raum für Wachstum gibt – sowohl individuell als auch kollektiv. Diese Denkweise führt zu messbaren Erfolgen: Eine erhöhte Teilnahme an Weiterbildungen und Schulungen ist ein deutliches Zeichen für die gesteigerte Lernbereitschaft. MitarbeiterInnen entwickeln sich schneller, und neue Fähigkeiten und Kompetenzen werden effizienter im Alltag angewendet.
3. Steigerung der Innovationskraft: Wenn Hindernisse als Chancen wahrgenommen werden, gewinnt Ihr Unternehmen an Innovationskraft. MitarbeiterInnen werden ermutigt, kreative Lösungen zu entwickeln und neue Ideen einzubringen, was sich direkt in der Anzahl und Qualität von Innovationsvorschlägen und umgesetzten Projekten widerspiegelt. Sie können diese Innovationskraft messen, indem Sie die Anzahl neuer Projekte oder Prozessverbesserungen verfolgen. Langfristig wird Ihr Unternehmen anpassungsfähiger und widerstandsfähiger gegenüber Marktveränderungen, da kreative Ideen schnell in marktfähige Lösungen umgesetzt werden.
4. Reduzierter Widerstand gegen Veränderungen: Durch die Akzeptanz, dass Veränderungen ein natürlicher Teil des Wachstums sind, schaffen Sie ein Umfeld, in dem Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als Möglichkeit zur Weiterentwicklung gesehen werden. Dies zeigt sich in einer geringeren Anzahl von Konflikten oder Widerständen während Veränderungsprozessen. Messen Sie diesen Effekt durch Umfragen zur MitarbeiterInnenzufriedenheit während Veränderungen oder an der Geschwindigkeit, mit der neue Prozesse oder Technologien erfolgreich eingeführt werden.
4. So geht´s weiter - Nächste Schritte für mehr FührungsKRAFT
Sind Sie bereit, Ihre FührungsKRAFT auszubauen?
Starten Sie noch heute: Wenden Sie die oben genannten Impulse in Ihrem Arbeitsalltag an und erleben Sie positive Veränderungen in Ihrem Team.
Lesen Sie weiter: Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren weiteren Blogartikeln in der FührungsKRAFT-Reihe.
„Expertise trifft Effizienz – erstellt von gemba.austria, unterstützt durch KI.“






