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#29: Selbstwertschätzung stärken: Wie Sie als Führungskraft Ihr volles Potenzial entfalten
Wie viel Aufmerksamkeit schenken Sie sich selbst inmitten eines dynamischen Arbeitsalltags?
Selbstwertschätzung ist weit mehr als ein netter Gedanke – sie ist die Grundlage für gesunde Führung, innere Stabilität und echte Selbstwirksamkeit. In diesem Blogbeitrag entdecken Sie kraftvolle Strategien, wie Sie sich selbst wertschätzen, Ihre Fähigkeiten bewusst einsetzen und durch positive Selbstkommunikation Ihren Alltag mit mehr Zuversicht gestalten.
Stärken Sie Ihre Selbstwirksamkeit gezielt und erleben Sie, wie Sie sich selbst mit mehr Respekt, Freundlichkeit und Vertrauen begegnen. Diese Haltung strahlt auf Ihr Umfeld aus, fördert eine gesunde Unternehmenskultur und lässt Ihre FührungsKRAFT in neuem Licht erstrahlen.
Los geht’s!
1. Selbstwertschätzung stärken - die Schlüsselelemente im Überblick
Um zu verstehen, wie Sie Selbstwertschätzung verstärken können, ist es wichtig, die grundlegenden Schlüsselelemente zu kennen. Im diesem Abschnitt werfen wir einen Blick darauf.
Verantwortung für das eigene Wohlbefinden
Wer sich selbst wertschätzt, übernimmt aktiv Verantwortung für die eigene körperliche und seelische Gesundheit – auch im anspruchsvollen Führungsalltag.
Das Buddy-System bietet hier eine wertvolle Methode: Verabreden Sie sich mit einer Kollegin oder einem Kollegen für kurze, regelmäßige Gespräche, in denen Sie sich gegenseitig an gesunde Pausen, kleine Erfolge oder einfach ans Durchatmen erinnern. So wird Selbstfürsorge verbindlich. Ergänzen lässt sich das durch achtsame Pausenrituale – etwa einen kurzen Spaziergang in der Mittagspause, bewusstes Atmen oder das Abschalten von Bildschirmen für einige Minuten.
Ebenso wichtig: klare Grenzen. Schützen Sie Ihre Erholungszeiten, indem Sie nach Feierabend keine beruflichen E-Mails beantworten oder am Wochenende nicht erreichbar sind. Diese Maßnahmen stärken nicht nur Ihre Regenerationsfähigkeit, sondern machen Ihre Selbstwertschätzung auch für Ihr Umfeld sichtbar.
Selbstwirksamkeit fördern
Selbstwirksamkeit bedeutet, sich selbst als kompetent und handlungsfähig zu erleben. Es geht darum, die innere Überzeugung zu entwickeln: „Ich kann Einfluss nehmen.“ Der „Risiko-Tag“ ist eine einfache, aber wirkungsvolle Übung: Planen Sie bewusst eine Aufgabe ein, die Ihnen Respekt einflößt – sei es ein schwieriges Gespräch, eine ungewohnte Entscheidung oder eine neue Methode. Wichtig dabei ist die anschließende Reflexion.
Halten Sie in einem Erfolgstracker fest, welche Strategien funktioniert haben, woran Sie gewachsen sind und was Sie gelernt haben. Durch diese bewusste Rückschau verankern Sie Ihre Lernerfahrungen und stärken Ihre Selbstwirksamkeit nachhaltig. So entsteht eine innere Haltung, die auch bei Unsicherheit tragfähig bleibt: „Ich kann es schaffen – weil ich es schon einmal geschafft habe.“
Positive Selbstkommunikation
Die Art, wie wir mit uns selbst sprechen, beeinflusst unsere Stimmung, unser Selbstbild – und letztlich unser Handeln. Eine gesunde Selbstwertschätzung beginnt mit einem freundlichen, wohlwollenden inneren Dialog.
Statt nach einem herausfordernden Meeting zu denken „Ich habe das nicht gut gemacht“, sollten Sie den Fokus bewusst auf das Positive richten: „Ich habe wertvolle Beiträge geleistet und wichtige Erkenntnisse gewonnen.“ Oder: „ich habe 7 von 10 Zielen erreicht“.
Eine wirkungsvolle Technik hierfür ist die Visualisierung eines „inneren Coaches“. Stellen Sie sich vor, dass dieser Coach Ihnen bei jeder Herausforderung ermutigende und konstruktive Ratschläge gibt. Zum Beispiel könnte Ihr innerer Coach nach einer schwierigen Präsentation sagen: „Du hast dich gut vorbereitet, und obwohl es heute nicht perfekt war, hast du wertvolle Erfahrungen gesammelt, die dir beim nächsten Mal zugutekommen.“
Diese positive Selbstkommunikation hilft, schwierige Situationen mit einer optimistischen und lösungsorientierten Haltung zu meistern. Ergänzen Sie diese Technik durch tägliche positive Affirmationen, wie „Ich bin gut vorbereitet und werde heute mein Bestes geben“, um von Anfang an eine gestärkte Einstellung zu entwickeln.
Im Umgang mit Fehlern kann es hilfreich sein, sich zu sagen: „Dieser Fehler ist eine Gelegenheit, etwas Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln.“ Solche Techniken fördern Ihre Fähigkeit, in schwierigen Situationen ruhig und lösungsorientiert zu bleiben und stärken Ihre Selbstwirksamkeit über Sprache und Gedanken.
Ergänzender Gedanke:
Erstellen Sie ein persönliches Erfolge-Board – ob digital oder auf Papier. Notieren Sie Feedback, erreichte Ziele, positive Rückmeldungen von KollegInnen. Dieses visuelle Gedächtnis unterstützt Ihre Selbstwertschätzung an Tagen, an denen Sie zweifeln, und erinnert Sie an Ihre Wirksamkeit.
Nachdem wir nun die Schlüsselelemente der Selbstwertschätzung beleuchtet haben, wollen wir einen Schritt weitergehen und Ihnen konkrete, praxiserprobte Impulse an die Hand geben. Diese Impulse können Sie sofort in Ihrem Führungsalltag umsetzen, um Ihre Selbstwertschätzung nachhaltig zu stärken.
2. Praxiserprobte Impulse zur sofortigen Anwendung
Impuls 1: Teil des Ganzen
Methode: Als Führungskraft schenken Sie Ihrem Umfeld regelmäßig Aufmerksamkeit und Unterstützung. Doch wie oft nehmen Sie sich selbst in diesen Kreis auf? Selbstwertschätzung bedeutet, sich selbst als gleichwertigen Teil des Teams wahrzunehmen.
Beginnen Sie heute damit Ihren Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken. Achten Sie auf Signale Ihres Körpers – wie Kopfschmerzen, Augenermüdung, nervöses Zappeln.
Beachten Sie auch Ihre Leistungsfähigkeit: haben Sie viele Ideen, hohe Motivation und Tatenrang? Oder fallen Ihnen öfter Wörter nicht ein und brauchen Sie ungewöhnlich lange für eine gewohnte Routineaufgabe? Erfassen Sie Signale, die Ihnen Ihr Körper bei Ermüdung oder Erschöpfung sendet.
Was würden Sie einem Teammitglied raten, wenn er oder sie von Symptomen der Erschöpfung berichtet?
Nehmen Sie sich selbst Ihren Rat zu Herzen und behandeln Sie sich mit der gleichen Freundlichkeit und dem gleichen Respekt, wie Sie es bei Ihren KollegInnen tun würden.
Zum Beispiel: Sie erkennen, dass Ihre Hände zittern und Sie innerlich unruhig sind. Zeit den Kaffee zur Seite zu stellen, ein Glas Wasser zu trinken, ein paar Atemübungen zu machen und ihre Hände sanft zu kreisen. In wenigen Minuten setzt ein entspannterer Zustand ein und Sie können konzentriert weiterarbeiten.
Auswirkung: Wer sich selbst gut behandelt, zeigt Führungsstärke. Diese Form der Selbstfürsorge stärkt Ihre Selbstwertschätzung und wirkt sich positiv auf Ihre Resilienz und Ihre langfristige Leistungsfähigkeit aus.
Impuls 2: Schranken-Detektor
Methode: Wir alle tragen innere Überzeugungen in uns, die unsere Entwicklung einschränken können. Achten Sie darauf, solche Schranken bei sich selbst und in Gesprächen mit Ihren MitarbeiterInnen zu erkennen. Wenn jemand glaubt, einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein, erinnern Sie ihn/sie an eine frühere erfolgreiche Situation.
Zum Beispiel: Wenn eine Mitarbeiterin zögert, ein wichtiges Projekt zu übernehmen, erinnern Sie sie daran, wie sie bereits erfolgreich ein herausforderndes Kundenmeeting zum erfolgreichen Vertragsabschluss geführt hat. Diese Erinnerung aktiviert Selbstwirksamkeit.
Fragen Sie Ihre MitarbeiterInnen auch, an welche gelungenen Situationen sie sich erinnern, die zuvor ebenfalls unmöglich erschienen sind.
Auswirkung: Das gezielte Erkennen und Abbauen von inneren Blockaden fördert ein stärkeres Selbstbewusstsein, steigert die Motivation Ihres Teams nachhaltig und erweitert ihre Handlungskompetenzen.
Impuls 3: Positives Selbstgespräch
Methode: Fehler sind normale Begleiter im Alltag. Eine positive Fehlerkultur fängt bei der Haltung zu den eigenen Fehlern an. Wie gehen Sie mit Ihren Fehlern um? Verurteilen Sie sich, bleiben Sie gelassen, vertuschen Sie sie? Viele Menschen werten sich selbst ab, wenn sie eine fehlerhafte Handlung entdecken. Schnell rutscht ihnen ein: „Ich bin so ein Schussel, wie konnte ich das übersehen?“, heraus. Diese Selbstabwertung ist weder hilfreich noch vorbildhaft.
Versuchen Sie eine Umformulierung, um der Aussage die Schärfe zu nehmen. Sagen Sie stattdessen: „Mir kommt gerade der Gedanke, dass ich ein Schussel bin, wie konnte ich das übersehen?“. Diese verbale Veränderung ermöglicht einen Wechsel von Bewertung zu Wahrnehmung. Somit können Sie negative Emotionen entschärfen und das Selbstbewusstsein stärken.
Auswirkung: Wer sich selbst konstruktiv reflektiert, fördert Selbstwertschätzung und Selbstwirksamkeit zugleich. So entsteht eine Führungspersönlichkeit, die authentisch wächst – und eine konstruktive, lösungsorientierte Denkweise etabliert.
Nachdem Sie nun praktische Anregungen für den Alltag erhalten haben, möchten wir Ihnen zeigen, welche positiven Veränderungen Sie durch die Umsetzung dieser Impulse in Ihrem Unternehmen erwarten können. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die spürbaren Effekte werfen, die diese Maßnahmen mit sich bringen.
3. Wirksamkeitsmerkmale - spürbare Effekte im Alltag
1. Konstruktives Arbeitsklima:
Selbstwertschätzung wirkt ansteckend. Wenn Sie sich selbst genauso gut behandeln wie Ihr Team, setzen Sie ein Vorbild und motivieren Ihre MitarbeiterInnen dazu, respektvoll und fair miteinander umzugehen. Darüber hinaus stärkt es das Vertrauen, wenn Sie darauf achten, dass Ihre MitarbeiterInnen ihre Bedenken äußern können, ohne dafür verurteilt zu werden. Diese positive, offene Atmosphäre führt zu einem harmonischen Miteinander, in dem Konflikte schneller gelöst und Ideen freier ausgetauscht werden. Das Ergebnis ist eine produktivere und zufriedenere Belegschaft, die sich stärker mit dem Unternehmen identifiziert und bereit ist, sich aktiv einzubringen.
2. Höhere Beteiligung an Projekten:
Wenn Sie das Selbstvertrauen Ihrer MitarbeiterInnen fördern, führt dies zu einer erhöhten Bereitschaft, sich an neuen Projekten zu beteiligen. MitarbeiterInnen, die ihre inneren Blockaden überwinden, fühlen sich ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und neue Herausforderungen anzunehmen. Durch ein gestärktes Selbstbewusstsein sind sie motivierter, aktiv beizutragen und ihre Ideen einzubringen. Dies führt zu einer höheren Innovationskraft und trägt damit direkt zur Weiterentwicklung des Unternehmens bei.
3. Verbesserte Leistung:
Führungskräfte, die auf ihre eigene Gesundheit und Resilienz achten, können ihre Aufgaben mit mehr Energie und Klarheit angehen, was ihre Effizienz steigert. Gleichzeitig führt das Überwinden innerer Blockaden dazu, dass Ihre MitarbeiterInnen ihre Fähigkeiten besser nutzen und sich in ihren Aufgaben sicherer fühlen. Diese Kombination aus gestärkter mentaler und emotionaler Gesundheit sowie gesteigertem Selbstvertrauen führt zu einer höheren Produktivität und besseren Arbeitsergebnissen. Eine leistungsstarke Belegschaft trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und schafft Wettbewerbsvorteile.
4. Reduzierte Fehlerquote:
Wenn MitarbeiterInnen keine Angst haben, Fehler zu machen oder zuzugeben, können sie offen über Probleme sprechen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Diese Kultur der Offenheit fördert eine sorgfältigere Arbeitsweise und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. In einem solchen Klima entwickeln Teams bessere Strategien zur Fehlervermeidung, was langfristig die Qualität der Arbeitsergebnisse steigert und das Vertrauen in die internen Prozesse erhöht. Eine niedrigere Fehlerquote führt zu effizienteren Abläufen, weniger Nacharbeit und somit zu geringeren Kosten, was sich positiv auf die gesamte Unternehmensleistung auswirkt.
4. So geht´s weiter - Nächste Schritte für mehr FührungsKRAFT
Sind Sie bereit, Ihre FührungsKRAFT auszubauen?
Starten Sie noch heute: Wenden Sie die oben genannten Impulse in Ihrem Arbeitsalltag an und erleben Sie positive Veränderungen in Ihrem Team.
Lesen Sie weiter: Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren weiteren Blogartikeln in der FührungsKRAFT-Reihe.
„Expertise trifft Effizienz – erstellt von gemba.austria, unterstützt durch KI.“






